{"id":35,"date":"2015-01-23T16:52:11","date_gmt":"2015-01-23T15:52:11","guid":{"rendered":"http:\/\/marcoschuler.net\/aktuell\/?p=35"},"modified":"2015-07-05T11:27:14","modified_gmt":"2015-07-05T09:27:14","slug":"aeolsharfe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marcoschuler.net\/aktuell\/2015\/01\/23\/aeolsharfe\/","title":{"rendered":"&#8222;Aeolsharfe&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.dg-galerie.de\/lorem-ipsum-dolor-6\/\" target=\"_blank\">Aeolsharfe<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_36\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/marcoschuler.net\/aktuell\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/04-200x135cm-alptraum1-\u00d6l.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-36\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-36\" src=\"http:\/\/marcoschuler.net\/aktuell\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/04-200x135cm-alptraum1-\u00d6l.jpg\" alt=\"Aeolsharfe Gruppenausstellung 23.01. \u2013 28.03.2015\" width=\"800\" height=\"541\" srcset=\"http:\/\/marcoschuler.net\/aktuell\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/04-200x135cm-alptraum1-\u00d6l.jpg 800w, http:\/\/marcoschuler.net\/aktuell\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/04-200x135cm-alptraum1-\u00d6l-300x203.jpg 300w, http:\/\/marcoschuler.net\/aktuell\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/04-200x135cm-alptraum1-\u00d6l-600x406.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-36\" class=\"wp-caption-text\">Marco Schuler: &#8222;Alptraum&#8220;, 2013, \u00d6l auf Leinwand, 200x135cm, Foto: J\u00fcrgen R\u00f6sch<\/p><\/div>\n<p>http:\/\/www.dg-galerie.de\/lorem-ipsum-dolor-6\/<\/p>\n<p>Aeolsharfe<\/p>\n<p>Gruppenausstellung<br \/>\n23.01. \u2013 28.03.2015<\/p>\n<p>mit Judith Albert, Susanne Hanus, Carsten Fock, Jarom\u00edr Novotny und Marco Schuler<br \/>\nVernissage:Donnerstag, 22. Januar 2015 von 18 bis 21 Uhr<br \/>\nBegr\u00fc\u00dfung: Dr. Walter Zahner, erster Vorsitzender der DG<br \/>\nEinf\u00fchrung: Benita Mei\u00dfner, Kuratorin der Ausstellung<\/p>\n<p>Ausgangspunkt k\u00fcnstlerischer Kreativit\u00e4t ist die Inspiration. Aus der Antike bereits stammt die Vorstellung, dass die Inspiration dem K\u00fcnstler durch einen g\u00f6ttlichen Wind eingehaucht werde. Cicero etwa bezeichnet die \u00bbIdee\u00ab oft als einen unerwarteten Hauch, der den Poeten ereilt. Sinnbild f\u00fcr diese kreative Eingebung ist die \u00bbAeolsharfe\u00ab, deren Saiten durch einen nat\u00fcrlichen Lufthauch in Schwingung versetzt werden. Je nach Windrichtung und Windgeschwindigkeit entstehen unterschiedliche Melodiefolgen oder auch Akkorde. In der Ausstellung stimmt jeder K\u00fcnstler mit seinem Beitrag unterschiedliche T\u00f6ne an und im Zusammenspiel ergibt sich ein ganz eigener Klang.<\/p>\n<p>Judith Albert, Pomeriggio, 2003, Video 60 min, Farbe, TonAusstellungsansicht, Gruppenausstellung, Aeolsharfe, 2015Ausstellungsansicht, Aeolsharfe, Marco Schuler, Jaromir Novotny, 2015<\/p>\n<p>Neben einer kleinen Reihe von neuen Papierarbeiten zeigt Carsten Fock die monumentale Arbeit \u00bbZions Valley\u00ab. Der Name weist auf einen fernen Ort zwischen Utah und Arizona hin, doch gleichzeitig f\u00fchrt er uns auch auf eine biblische Reise. Zion: Zufluchtsort, Wohnsitz Gottes. Die Leinwand wird von einer gleichm\u00e4\u00dfigen Schraffur aus Tausenden von verschiedenfarbigen Pinselstrichen skandiert, die eine \u00dcberlagerung von Abstraktion und Wirklichkeit erzeugt. Dieser Widerspruch liegt nicht nur auf der formalen Ebene, sondern er gibt auch die innere Haltung des Malers wieder, die von dem Journalisten und Autor Georg Diez folgenderma\u00dfen beschrieben wird: \u00bbGlaube und Verzweiflung sind bei Fock kein Gegensatzpaar, es sind zwei Konzepte, um die menschliche Existenz zu beschreiben\u00ab.<\/p>\n<p>Die andauernde Suche nach dem h\u00f6heren Wesen verbindet Carsten Fock mit Marco Schuler, der diese in seinem Werk zum Teil sehr explizit zum Ausdruck bringt. Die Arbeit \u00bbInspiration\u00ab zeigt eine Figur, die wie ein Raumfahrer schwerelos im All zu schweben scheint, gehalten nur durch die Ber\u00fchrung zweier H\u00e4nde, die ihn mit dem vermeintlichen Erdball verankern. In \u00bbAlptraum 1\u00ab ist es ein hilflos suchender Protagonist, der allein durch die Landschaft schreitet. Der Weg wird zum Schlund und nur das Licht des Himmels erhellt die Berglandschaft r\u00f6tlich.<\/p>\n<p>Die Fotogramme von Jarom\u00edr Novotny entstehen durch ein industrielles Druckverfahren, das aber scheinbar sinnentleert ist, da kein reales Bild erzeugt wird. Jarom\u00edr Novotny ist am Prozess und den dadurch generierten Spuren interessiert. Seine Fotogramme visualisieren die Geschichte der Werkentstehung und bilden dabei kaum wahrnehmbare Strukturen ab, die aber eine eigene R\u00e4umlichkeit erahnen lassen und den Blick \u00f6ffnen f\u00fcr eigene Interpretationen.<\/p>\n<p>Die preisgekr\u00f6nte Videoarbeit \u00bbPomeriggio\u00ab von Judith Albert aus dem Jahr 2003 f\u00fchrt den Besucher in eine andere Jahreszeit, in der ein weit ge\u00f6ffnetes Fenster wohltuende K\u00fchle verschafft. Das Bild eines sich im Wind rhythmisch bewegenden Vorhangs verstr\u00f6mt Ruhe und schafft eine meditative Situation. Wie das gleichm\u00e4\u00dfige Atmen eines Schlafenden am Nachmittag wird das Tuch von der Au\u00dfenwelt angezogen, um sich dann prall gef\u00fcllt in den Raum zu ergie\u00dfen. Im Hintergrund sind vielf\u00e4ltige Ger\u00e4usche einer italienischen Piazza zu vernehmen. Der Vorhang, eine d\u00fcnne Membran zwischen Au\u00dfen- und Innenwelt, die viel Platz f\u00fcr Geschichten und Erinnerungen l\u00e4sst. Als \u00fcbergeordnetes Interesse sch\u00e4lt sich die Befragung des Wesens der Zeit und seiner Beziehung zum menschlichen Bewusstsein aus den verschiedenen Werken von Judith Albert heraus. Anhand von Worten oder von zeitlich strukturierten Erlebnissen regt die K\u00fcnstlerin eine spielerische Auseinandersetzung mit der dargestellten Handlung an.<\/p>\n<p>Den Abschluss der Ausstellung bildet die Installation von Susanne Hanus \u00bbNicht ganz von dieser Welt\u00ab, die im ersten Ausstellungsraum durch den Paravent \u00bbExperimente\u00ab vertreten ist. Heimat und Fremde, der Ort an sich, sind Themen, denen sich die K\u00fcnstlerin mehrfach in Ihrem Schaffen stellt. Die ausgew\u00e4hlte Installation erschlie\u00dft sich dem Besucher nur nach einer tiefen Verbeugung, der das Begehen der erst Arbeit erm\u00f6glicht, danach wird dieser aber \u2013 einer m\u00fctterlichen Umarmung gleich \u2013 mit warmem Licht und vertrauten T\u00f6nen empfangen.<\/p>\n<p>Wir bedanken uns f\u00fcr die F\u00f6rderung durch den Verein Ausstellungshaus f\u00fcr christliche Kunst e.V., M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Begleitprogramm:<\/p>\n<p>Kuratorenf\u00fchrung: 24.02.15, um 18:30 Uhr<\/p>\n<p>Abendf\u00fchrung 27.03.15, um 18:30 Uhr und 20:00 Uhr<\/p>\n<p>Sonder\u00f6ffnung mit F\u00fchrungen<\/p>\n<p>Samstag, 14. M\u00e4rz 2015, 12 bis 16 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die andauernde Suche nach dem h\u00f6heren Wesen verbindet Carsten Fock mit Marco Schuler, der diese in seinem Werk zum Teil sehr explizit zum Ausdruck bringt. 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